Fünf Gründe, warum B2B-Vermarkter, die nicht auf Videos setzen, hinterherhängen werden

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Fünf Gründe, warum B2B-Vermarkter, die nicht auf Videos setzen, hinterherhängen werden

Quelle: Joe The Goat Farmer@Flickr

Lange Zeit beherrschten B2C-Vermarkter das Video Advertising. Aber die sich entwickelnde Landschaft der Werbevideos hat auch für B2B-Vermarkter Chancen aufgetan, die zu einem großen Teil durch die demografische Entwicklung der B2B-Käufer und deren Konsumverhalten bedingt sind. Laut einer aktuellen Google-Studie schauen sich 70% der B2B-Käufer Videos an, wenn sie sich zu einem Kauf entschließen – satte 52% Steigerung in nur zwei Jahren.

Sind Sie noch immer unentschlossen, ob Sie die Vorteile von Videos in Ihrem Marketingkonzept nutzen sollten? Betrachten Sie diese fünf Gründe, um den Schritt zu wagen.

1. Video funktioniert für für lang anhaltende Verkaufszyklen

B2B-Vermarkter lieben es, auf ihre längeren Verkaufszyklen als eines der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale gegenüber B2C-Vermarktern hinzuweisen. Die Frage ist: Spielt das Medium Video eine Rolle, wenn der Kauf nicht direkt erfolgt? Die Antwort lautet ja, obwohl sie einen durchdachten, vollständigen Ansatz erfordert.

Der Schlüssel für eine erfolgreiche Strategie im B2B-Bereich liegt in der Kombination von Brand-Videos (top of funnel) oder Direct Response-Videos (bottom of funnel). Hierfür sind zwei Typen von Creatives erforderlich: eine zur Steigerung des Bewusstseins und die andere zur Förderung des Kaufs. Diese unterschiedlichen Videos können den Käufer gemeinsam durch eine längere „Customer Journey“ begleiten, indem sie zunächst das Interesse für die Markenbindung wecken und später dem Verbraucher weitere relevante, verkaufsfördernde Informationen bieten.

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Statt Ihre Einsätze während Ihrer Kampagnen auf ein einzelnes Video zu setzen, entscheiden Sie sich für einen längeren Weg, der Marken- und DR-Video strategisch kombiniert.

2. Das führende soziale B2B-Netzwerk ebnet (endlich) den Weg für Videowerbung.

Bis vor kurzem war LinkedIn für B2B-Marketer ein Dorn im Auge, mit einer notorisch langsamen Akzeptanz von Videos, vor allem im Vergleich zu seinen Konkurrenten Twitter, Facebook und Instagram. Das hat sich geändert: Im vergangenen Jahr hat LinkedIn eine eigene Funktion zum hochladen von Videos veröffentlicht, die es den Nutzern ermöglicht, Videos über die LinkedIn-App direkt auf die Seite hochzuladen. Bald folgen sollen Unternehmensvideos und anschließend In-Stream-Video-Werbung. B2B-Vermarkter sollten bereit sein zu reagieren, wenn LinkedIn in das 21. Jahrhundert der digitalen Werbung eintritt.

Aber auch jenseits von LinkedIn sollten B2B-Vermarkter auf den demografischen Wandel der Entscheidungsträger reagieren, die sie versuchen zu erreichen: Laut einer Studie von Google/Millward Brown Digital sind fast die Hälfte der im B2B-Bereich tätigen Mitarbeiter Millennials (18-34-Jährige) – ein Sprung von 70% seit 2012. Folgen Sie den digitalen Verhaltensweisen jener Entscheidungsträger und beginnen Sie damit, Twitter, Instagram, Facebook und, ja, Snapchat als mögliche Kanäle für den Einsatz von Videos in Betracht zu ziehen.

Die Big Player sind übrigens schon lange dabei: Microsoft hat kürzlich eine SMB-orientierte Kampagne für seine Office 365 + Teamwork-Produkte gestartet. Ein Teil der Attraktivität von Facebook besteht wahrscheinlich in der Fähigkeit, die Zielgruppe sortiert nach Jobtitel zu erreichen – einschließlich des „Small Business Owners“ – unter anderem durch den Einsatz demografischer Daten.

3. Videos werden sich positiv auf Ihre Marketingstrategie auswirken.

Obgleich die vergleichsweise hohen Produktionskosten von Videos digitale Vermarkter bisher abgeschreckt haben, bedenken Sie den Welleneffekt, den sie auf andere Marketingmethoden haben. Die Erwähnung von “ Videos “ in der Betreffzeile einer E-Mail-Kampagne kann die Klickrate um bis zu 300% erhöhen.

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4. Es ist personalisiert und skalierbar.

Erfahrene B2B-Vermarkter wissen, dass Käufersegmentierung der Schlüssel für effektives Marketing ist. Aber je mehr Käuferpersönlichkeiten Sie haben, desto stärker muss die Taktik personalisiert werden – CMOs, CSOs, CEOs. Die Personalisierung war dank Marketingtaktiken wie E-Mail und E-Books relativ einfach. Aber das Medium Video reiht sich nun in ihre Reihen ein.

Sinkende Kosten für die Videoproduktion in den letzten zehn Jahren haben Brands dazu veranlasst, mehr aus ihren Werbeausgaben herauszuholen. Budgetierung für einen Drehtag? Vergewissern Sie sich, dass Sie verschiedene Variationen Ihres Videos (mindestens!) aufnehmen, um es auf jede Ihrer Personas und ihre verschiedenen Problempunkte, Beweggründe und Positionen während der Customer-Journey zuzuschneiden.

5. Teste Sie verschiedene Werbemittel für einen maximalen ROI.

Das Testen von Werbemitteln ist kein neues Konzept, aber zunehmend erschwingliche Produktionskosten sorgen auch für einen Anstieg der A/B-Tests, die den B2B-Marken helfen, einen noch höheren ROI ihrer Werbekampagnen zu erzielen.
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Mit all diesen neuen Chancen und Einsatzmöglichkeiten ist es für versierte Vermarkter – B2C oder B2B – schwieriger denn je, auf Videomarketing zu verzichten.

Ganz gleich, ob Sie Testimonials, Produktfeatures, professionelle Influencer-Produktbewertungen oder vollständige Werbespots erstellen, werden Sie kreativ, indem Sie Videos in Ihre B2B-Marketingstrategien integrieren. Lassen Sie nicht zu, dass B2C-Vermarkter die Früchte ernten!v

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