Online-Werbekampagnen: Fünf Schritte zur erfolgreichen Zielgruppenansprache

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Online-Werbekampagnen: Fünf Schritte zur erfolgreichen Zielgruppenansprache

Marketer stehen heutzutage vor vielen Herausforderungen, unabhängig von der Branche. Angesichts der Wettbewerbssituation und der unaufhaltsamen „Ad-Blindheit“ der Konsumenten müssen Brands Wege finden, um die Konsumenten mit der richtigen Botschaft zum richtigen Zeitpunkt zu erreichen.

Das Zielgruppen-Targeting ist heute gleichbedeutend mit Online-Werbung. Wenn Sie Ihre Botschaft nicht an ein spezifisches Publikum richten, dann handelt es sich um „spray and pray“ – eine Technik, die sich bewährt hat, wenn Sie über ein unbegrenztes Budget verfügen und niemandem Rechenschaft schuldig sind.

Nachdem Sie ein publikumsbasiertes Tool wie eine Datenmanagement-Plattform (DMP) implementiert und damit begonnen haben, Ihre Kunden und Interessenten in Zielgruppen zu segmentieren, was kommt als Nächstes?

Diese fünf Schritte für eine erfolgreiche Zielgruppenansprache ermöglichen es Ihnen, Zielgruppen mit den richtigen Botschaften anzusprechen. Um auf persönlichere und aussagekräftigere Art und Weise zu kommunizieren und letztendlich Ihre Unternehmensziele zu erreichen.

Pixel für Ihre Kampagnen

Bevor Sie mit dem Targeting Ihrer Anzeigen starten, müssen Sie einen Pixel auf Ihren Angeboten (einschließlich Ihrer Website und Ihrer Kampagnen) platzieren, um Daten über Ihre Zielgruppe zu sammeln. Pixel sind kleine Codes auf einer Webseite, die es ihnen ermöglichen, dass Webseiten Cookies lesen und platzieren, um anonyme Informationen über das Verhalten der Person online an Sie zu übermitteln, einschließlich der Seiten, die sie sich angesehen haben.

Für digitale Vermarkter, die Google Analytics verwenden, ist dieser Prozess relativ einfach. Google Analytics verwendet Pixel, um den Weg bis zur Konvertierung Ihrer Zielgruppe zu verfolgen. Die meisten Marketing-Technologien bieten ihre eigenen Pixel an, um die verschiedensten Arten von Daten zu sammeln. Egal, ob Sie mit einem DMP, einer Demand-Side-Plattform (DSP) oder einem Exchange arbeiten, sprechen Sie mit Ihrem Anbieter und stellen Sie sicher, dass Sie möglichst viele Informationen sammeln.

Identifizieren Sie Ihre Klicker oder Konvertierer

Die Pixeling-Funktion Ihrer Kampagnen ermöglicht es Ihnen, ein Publikum aus “ Klickern “ oder “ Konvertierern “ zu bilden – hoch engagierte Zuschauer, die mit größerer Wahrscheinlichkeit zu Kunden werden.

Sobald die Zielgruppe in Ihrem DMP oder DSP eingebunden ist und Sie ein paar Wochen Zeit für die Datenerfassung aufgewendet haben, sollten Sie sich mit der Analyse oder dem Nutzerprofil der Zielgruppe vertraut machen.

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Die meisten Werbetreibenden haben in der Regel ein gutes Bild davon, wer ihre Zielgruppe ist. Aber die Erkenntnisse, die Sie aufgrund von Online-Aktivitäten Ihrer Kunden gewinnen, erzählen eine andere Geschichte. Bis Sie genug Informationen gesammelt haben, wer Ihre Zielgruppe wirklich ist, sprechen Sie möglicherweise die falsche Zielgruppe an. Und das bringt Sie nicht weiter.

Z.B. vermuten Sie, dass Ihre Zielgruppe vornehmlich aus alleinerziehenden Muttis besteht. Sie haben also Ihre letzte Werbekampagne auf alleinerziehende Frauen im Alter von 20-44 Jahren ausgerichtet. Doch der Bericht über das Besucherprofil kann eine völlig andere Geschichte erzählen. Möglicherweise sind diejenigen, die am wahrscheinlichsten auf Ihre Anzeigen klicken, Menschen (nicht nur Frauen) mit Interesse an Finanzprodukten.

Welche Erkenntnisse Sie auch gewinnen, sie können Sie für die nächste Kampagne nutzen. Also, anstatt sich auf Mütter mit kleinen Kindern zu konzentrieren, versuchen Sie, beim nächsten Mal ein finanzstarkes Publikum anzusprechen, um zu sehen, ob sich Ihre Klickrate entsprechend erhöht.

Personalisieren Sie Ihr Messaging

Im digitalen Marketing ist die Einheitsgröße nicht für alle geeignet. Nicht jeder Kunde reagiert auf die gleiche Nachricht. Das Ziel jeder Kampagne ist es, den größten Erfolg für Ihr Budget zu erzielen und eine Botschaft zu senden, die am effektivsten bei Ihrem Publikum ankommt, um Verkäufe oder Leads zu fördern.
Die Erkenntnisse, die Sie von Ihrem Publikum erhalten, können Sie nutzen, um Ihre Werbebotschaften für ein noch besseres Engagement zu optimieren oder um mehr Menschen zu finden, die möglicherweise auch zu Kunden werden (sog. „lookalikes“).
Z.B. wenn Sie herausfinden, dass diejenigen, die am ehesten auf Ihre Anzeigen klicken, Frauen sind, die Hunde lieben, um mit Ihrer Zielgruppe in Resonanz zu treten, sollten Sie vielleicht in Erwägung ziehen, Hunde in Ihre nächste Marketingkampagne aufzunehmen.

Identifizieren Sie Doppelgänger

Sobald Sie Ihren idealen Kunden identifiziert haben, können Sie Daten von Drittanbietern erwerben, um mehr von Ihrer Zielgruppe zu erschließen, die Ihre Webseite noch nicht besucht oder mit Ihrer Marke interagiert hat.
Lookalike Audiences sind neue Leute, die wahrscheinlich an Ihrem Produkt interessiert sind, weil sie Ihren wichtigsten Kunden ähneln. Sie können Ihr lookalike Publikum mit einer Vielzahl an Quellen aufbauen, aber die oben erwähnten Klicker und Konvertierer sind ein guter Ausgangspunkt.
Für Marken, die die Reichweite für eine zielgerichtete Kampagne erhöhen müssen, wird Lookalike Modeling eingesetzt, um Reichweite zu erzielen. Es verwendet Daten von Drittanbietern, die von einem Datenprovider oder einem DMP zur Verfügung gestellt werden, um Ihr „Seed“-Publikum (d.h. die Basis, in diesem Fall Ihre Klicker oder Konvertierer) zu erweitern, damit Sie Ihre Kampagnen realisieren können.
Indem Sie Personen ansprechen, die ähnlich wie ihre Zielgruppe „aussieht“ oder „handelt“, können Sie Ihre Werbeausgaben auf diejenigen konzentrieren, die sich am ehesten mit Ihren Produkten und Dienstleistungen beschäftigen.

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Wie funktioniert Retargeting

Retargeting ist der elementarste Anwendungszweck des zielgruppenbasierten Marketings: Sie richten Anzeigen an Nutzer, die zuvor Ihre Website besucht oder Interesse an Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung gezeigt haben. Retargeting bezieht sich darauf, diese Menschen wieder gezielt anzusprechen, in der Hoffnung, sie zurück auf Ihre Webseite zu bringen.

Amazon ist eines der besten Beispiele für ein Unternehmen, das Retargeting im großen Stil nutzt, wie wir sicher alle schon bemerkt haben. Wann immer Sie etwas bei Amazon einkaufen wollen, den Einkauf aber nicht abschließen, finden Sie am nächsten Tag eine entsprechende Werbeanzeige auf einer anderen Webseite. Solche Anzeigen sind großartig, um Sie daran zu erinnern, dass der Kauf des Produkts noch nicht erfolgt ist, warum also nicht auf die Webseite zurückkehren, um den Kauf abzuschließen?

Das Re-Targeting kann auf früheren Interaktionen basieren, wie z.B. einer Produktsuche oder einem Anzeigenklick. In Verbindung mit der Cross-Device-Technologie kann das Retargeting auch über Bildschirme hinweg erfolgen, so dass Sie Ihr Publikum auf dem Smartphone und dem Desktop erreichen. Geräteübergreifendes Targeting ist sehr leistungsfähig, aber etwas anspruchsvoller als herkömmliches Retargeting.

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Dies sind nur fünf Möglichkeiten, wie Sie Ihre Audience-Daten sinnvoll nutzen, um die Kundenbindung zu erhöhen und die Effizienz Ihrer digitalen Kampagnen zu verbessern. Sie haben bereits eine Unmenge von Daten aus Ihrer Zielgruppe zur Hand. Nutzen Sie das Potenzial voll aus?

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1 Kommentar bisher

JokerEingestellt am9:03 pm - Mrz 13, 2018

Ich hasse das Thema wie die Pest. Aber wenn man nicht Unmengen an Geld verpulvern will, bei Facebook & Google und Konsorten. Sollte man sich eben vorher schlau machen. Danke für den Artikel hilft mir wieder ein Stück weiter für das ganz große Puzzle 🙂

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